representative Andrea Lübcke

Opinion on the petition Für den Erhalt einer sicheren, individuellen Geburtshilfe – Stoppt den neuen Hebammenhilfevertrag!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Last edited on 02/10/2026

Parliamentary group decision, published by Britta Haßelmann. The basis of decision was a resolution of the faction BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

I abstain.
I support a public hearing in the expert committee.

Hebammen sind zentral für gute Geburtshilfe – dafür brauchen sie verlässliche Arbeitsbedingungen.
Der neue Hebammenhilfevertrag bedeutet seit Inkrafttreten am 1.11.2025 Vergütungsnachteile, fehlende Planungssicherheit und gefährdet die 1:1-Betreuung, besonders für Beleghebammen.

Es war wichtig, dass im Gesundheitsausschuss des Bundestags am 25. Juni 2025 ein Fachgespräch mit dem DHV, dem GKV-SV, sowie dem Netzwerk Geburtshäuser und dem Verband der freiberuflichen Hebammen durchgeführt und auch die Bundesregierung zum Umgang mit dem Hebammenhilfevertrag befragt wurde.
Die Vergütung von Hebammenleistungen wird nach § 134a SGB V zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Berufsverbänden der Hebammen vertraglich vereinbart, wobei die Berufsverbände in der Anzahl und Ausrichtung der von ihnen vertretenen Hebammen sehr heterogen aufgestellt sind.
Da bei den Verhandlungen zum neuen Hebammenhilfevertrag keine Einigung zwischen allen Beteiligten erreicht werden konnte, kam es am 2. April 2025 zur Entscheidung der Schiedsstelle. Der von der Schiedsstelle festgesetzte neue Hebammenhilfevertrag trat zum 1. November 2025 in Kraft. Dieser Vertrag wird zu Recht von den Hebammen kritisiert.
Trotz des geltenden Schiedsspruchs hat der GKV-Spitzenverband Kompromissvorschläge vorgelegt. Das ist ungewöhnlich und hätte der GKV-SV nicht tun müssen. Wir schließen daraus, dass es dem GKV-SV ernst mit einer Verbesserung der Geburtshilfe ist. Er hat hier die Sorge, dass sich durch den neuen Hebammenhilfevertrag eine Abwanderung von Beleghebammen aus der Versorgung geben könnte, ernstgenommen. Die Einigung mit dem DHV steht aber noch aus; der Vertrag gilt also unverändert weiter in seiner problematischen Form. Die aktuelle Lage ist äußerst unbefriedigend.
Verbesserungen sind jetzt nur durch Verhandlungen möglich. Das Angebot des GKV-SV liegt nach wie vor auf dem Tisch.
Dafür müssen DHV und GKV-SV aufeinander zugehen – im Interesse von Hebammen, Familien und einem guten Start ins Leben. Das Ziel: Geburtshilfe stärken, Hebammen unterstützen, Kulturwandel voranbringen.

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen ist erschütternd, die Bundesregierung benennt Versorgungslücken, plant aber keinerlei Maßnahmen, um die geburtshilfliche Versorgung zu verbessern.
Aus diesem Grund ist eine Petition, die sich an die Bundesregierung richtet, sinnvoll. Eine Anhörung könnte die geburtshilfliche Versorgung ganzheitlich in den Fokus rücken.

Opinion on the petition ME/CFS, Long Covid, Post Vac - 650.000 Erkrankte brauchen mind. 1 Milliarde Forschungsgelder!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Last edited on 12/18/2025

I agree / agree mostly.

Im Namen meiner Fraktion kann ich Ihnen versichern, dass wir uns der tiefgreifenden Auswirkungen auf das Leben der erkrankten Menschen bewusst sind. Durch den Austausch mit Betroffenenorganisationen kennen wir die schwierige Situation, in der sich sowohl die Betroffenen selbst als auch ihre Angehörigen aufgrund der körperlichen und psychischen Einschränkungen befinden. Der enorme, teils dauerhafte Pflegeaufwand im Alltag stellt eine enorme Belastung dar.



In der vergangenen Legislatur (20. Wahlperiode, 2021–2025) setzten wir Grünen als Teil der Ampel-Koalition ME/CFS und Long Covid erstmals explizit auf die Agenda, inklusive Eintrag im Koalitionsvertrag. Wir erreichten über 200 Millionen Euro für Long-Covid-Forschung (u.a. 60 Mio. BMG-Versorgungsforschung, 52 Mio. für Kinder/Jugendliche, 51,5 Mio. BMBF, 20 Mio. Innovationsfonds), finanzierten laufende Projekte wie NKSG-Studien an der Charité sowie 22,5 Mio. Euro für 2022/2023. Zudem beauftragten wir im Krankenhausentlastungsgesetz (2022) den G-BA zu einer Diagnostik-Richtlinie für Long Covid/ME/CFS (final 2023/2024), richteten eine BMG-Hotline/Webseite ein und starteten seit Herbst 2023 einen Runden Tisch mit Betroffenen, Wissenschaft und Politik, der zu Off-Label-Use-Listen für Medikamente beim BfArM führte.

Für uns Bündnisgrüne ist es ein zentrales Anliegen, die Versorgung von Menschen mit ME/CFS sowie von Betroffenen mit Symptomen im Zusammenhang mit Long-Covid, Post-Covid und Post-Vac zu verbessern und die Forschung sowie die Therapieentwicklung voranzutreiben.

Als Abgeordnete liegen unsere Handlungsmöglichkeiten vor allem darin, politische Stellschrauben zu drehen – sei es durch Gesetzesvorhaben, Haushaltsberatungen oder durch unsere Öffentlichkeitsarbeit – um Änderungen im Gesundheitssystem voranzutreiben, die eine bessere Beratung und Behandlung der Betroffenen ermöglichen.

In den vergangenen Wochen standen wir im engen Austausch mit Betroffenenorganisationen und führenden Wissenschaftlern wie z.B. Frau Prof. Dr. Scheibenbogen. Am 17. Dezember fand im Forschungsausschuss ein Öffentliches Fachgespräch zum Thema „Forschungsstrategie gegen Post COVID, ME/CFS und dem PostVac-Syndrom“ statt. Mit den Sachverständigen konnten wir u.a. klären, welche Forschung noch gebraucht wird.

Die Bundesregierung verfolgt derzeit bedeutende Initiativen im Bereich Long Covid und ME/CFS, die mit einem relevanten Haushaltsetat unterstützt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert bis 2028 insgesamt 34 Projekte zur Versorgung von Betroffenen mit rund 118 Millionen Euro. Für die Forschung im Jahr 2025 sind im Haushaltsplan insgesamt 22,36 Milliarden Euro vorgesehen, wovon etwa 2 Millionen Euro explizit für die Stärkung der Grundlagenforschung zu Long Covid bereitgestellt werden. Darüber hinaus plant die Bundesregierung die Einführung einer Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen von 2026 bis 2036, mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro, das der Erforschung von Long Covid, ME/CFS und ähnlichen Erkrankungen dienen soll. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit der Ministerien sowie eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung. Diese Bemühungen werden durch die Erkenntnis untermauert, dass die Versorgung von Betroffenen nach wie vor als unzureichend eingeschätzt wird. Forderungen nach mehr Forschung, besseren Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte und einer zügigen Freigabe bereits zugesagter Mittel sind dabei zentrale Themen.

Opinion on the petition Aktivrente auch für Selbstständige: Wir sind keine Erwerbstätigen zweiter Klasse!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Last contacted on 12/04/2025
No answer yet

Dr. Andrea Lübcke
party: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Faction: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Next election: 2029
electoral district: Dahme-Spreewald - Teltow-Fläming III
website: https://andrea-luebcke.de
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