representative Christina Baum
Opinion on the petition Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!
AfD, Last edited on 08/14/2026
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the expert committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.
Haben Sie vielen Dank für diese wichtige Initiative, die ich mit großem Interesse verfolge. Als Ärztin und Abgeordnete der AfD-Bundestagsfraktion unterstütze ich das Kernanliegen dieser Petition ausdrücklich.
Wer eine schwere Krebserkrankung durchlebt und erfolgreich bekämpft hat, hat eine enorme physische und psychische Leistung erbracht. Es ist medizinisch wie menschlich nicht hinnehmbar, dass Menschen nach ihrer Genesung jahrzehntelang durch bürokratische Hürden und finanzielle Benachteiligungen an ihre Vergangenheit gefesselt werden. Die aktuelle Praxis vieler Versicherungen und Kreditinstitute, geheilte Patienten durch Risikoaufschläge oder den Ausschluss von Leistungen (wie Lebensversicherungen oder Berufsunfähigkeitsabsicherungen) faktisch zu diskriminieren, muss beendet werden.
Wer medizinisch als geheilt gilt, darf wirtschaftlich nicht als „Risiko auf Lebenszeit“ geführt werden. Ein „Recht auf Vergessenwerden“ ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Deutschland hinkt hier vielen europäischen Nachbarn hinterher. Länder wie Frankreich, Belgien oder die Niederlande haben bereits gesetzliche Regelungen geschaffen, die sicherstellen, dass eine Krebserkrankung nach einem bestimmten Zeitraum (meist fünf bis zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung) bei Versicherungsanträgen nicht mehr angegeben werden muss. Diesen Standard brauchen wir auch in Deutschland.
Ich werde mich im Rahmen meiner parlamentarischen Arbeit im Gesundheitsausschuss dafür einsetzen, dass wir Lösungen finden, die die schutzwürdigen Interessen der Patienten über die rein gewinnorientierten Kalkulationen der Versicherungskonzerne stellen. Wer gesund ist, hat ein Recht darauf, ein Leben ohne das Stigma einer vergangenen Krankheit zu führen.
Dr. Christina Baum